Arbeit im Baltikum

Nach der Widererlangung der Ünabhängigkeit , sind die drei baltischen Länder, Estland, Litauen und Lettland bestrebt, die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaftsaktivität aufzugeben und die Marktwirtschaft aufzubauen. Sie haben ein bemerkenswertes und dauerhaftes Wachstum der Wirtschaft erreicht. Die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder hängt von dem Faktor Arbeit ab.

Der beliebste Wirtschaftszweig in Estland ist die Informationstechnologie. In diesem Gebiet gilt das Land als Vorreiter. Die High-Tech Gesellschaften wurden zur größten Arbeitsgeber geworden. Die Staat ist ein Pionier des Gebrauchs von IT im Dienstleistungssektor (die erste elektronische Regierung) auch in der Industrie und damit hat sich der Charakter der Arbeit beträchtlich verändert. Die Unternehmen mussen keine Steuern zahlen, wenn sie die Gewinne reinvestieren. Eine wichtige Rolle der estnischen Wirtschaft spielen die Holzverarbeitende-, die Lebensmittelindustrie, der Maschinenbau, der Dienstleistungssektor. Diese Wirtschaftszweige schaffen Arbeitsplätze für 60% der Bevölkerung. In einigen Regionen des Landes hat der Tourismus entscheidende Bedeutung. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nicht problemlos. Die Arbeitslosenquote ist wegen den strukturellen Änderungen ständig hoch. Der Bevölkerungszuwachs ist negativ und die Arbeitsmigration stark.

Litauen ist zu den Landwirtschaft rückgegangen. In dem Staat enwickelt sich auch die Lebensmittelindustrie, besonders die Fischverarbeitungsindustrie, die Elektrogeräteproduktion, die Chemieindustrie, Druckereien und die Metallverarbeitung. In dem Bauwesen, das bis 2006 stabil war, finden viele Menschen Arbeit. Alle diese Wirtschaftszweige aber schaffen nicht genug Arbeit für die Bevölkerung. Deshalb ist Litauen von massiver Auswanderung betroffen. Ein Problem am litauischen Arbeitsmarkt stellt die Schattenwirtschaft dar.

Der Anteil der Bevölkerung betätigt in der Landwirtschaft ist Im Lettland recht hoch. Die Hauptwirtschaftszweige sind die Textilindustrie, Holzwirtschaft, Möbelherstellung, Metallverarbeitung und die Hochseefischerei. Basis des Wirtschaftswachstums aber ist der ausgeprägte Dienstleistungssektor, der 70% zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt und Arbeit einem großen Zahl der Bevölkerung verleiht. Der lettische Arbeitsmarkt weist eine relativ hohe Beschäftigungsquote, aber er leidet durch die starke Abwanderungen an einem Arbeitskräftemangel. Die Regierung sinkt diese Tendenz durch die starke Anhebung des Lohnniveaus.

Die Weltwirtschaftskrise trifft die drei baltischen Länder sehr hart und führt zu einem sinkenden Bruttoinlandsprodukt und steigenden Arbeitslosenzahlen. Da der große Einkommensunterschied im Vergleich zu den europäischen Staaten als Hauptursache für die hohe Abwanderung gilt, muß das Wirtschaftswachstum gefördert werden. Chacnen sehen die baltischen Länder aktuell im Markt der regenerativen Energien und vor allem im Elektro Auto.