Bildung im Baltikum
Die Bildungssysteme der baltischen Staaten sind ähnlich strukturiert.
In Lettland ist die Bildung die hauptsächliche Bedingung für eine vielversprechende Zukunft. Das Schulwesen besteht aus einer Grundschule bis zur vierten Klasse, danach eine Mittelschule. Die Jugendlichen haben ein gesetzliches Recht auf kostenlose Schulbildung und eine neunjährige Schulpflicht. Für den Hochschulzugang ist der fortsetzende Besuch eines Gymnasiums erforderlich. Die Bildung in den Grund- und Hauptschulen wird aus dem Budget finanziert. Die Berufsschulen und die staatlichen, höheren Bildungsinstitutionen bekommen auch Finanzierung vom Staat. Die Hochschulbildung kann man auch als gebührenzahlender Student aufnehmen. Solche Gebühren werden an allen privaten Schulen gezahlt. Lettland hat viele staatliche und private Hochschulen. Die meisten sind in der Hauptstadt Riga konzentriert, der „Universität Lettlands“, „Der RigaerTechnischen Universität“, der medizinische Universität, die Musik- und Kunstakademie.
Das Bildungsystem in Estland besteht aus dem Vorschulbereich, den Grundschulen, den weiterführenden Schulen, den Berufsschulen und den Hochschulen. Die Unterrichtssprache ist entweder Estnisch oder Russisch. Die Grundschule umfasst vier Jahre. Der Sekundarbereich hat zwei Stufen. Die Sekundarstufe I (die Mittelschule) umfasst die Klassen 5-9, die höhere weiterführende Sekundarstufe II umfasst die Klassen 10-12. Die Schulpflicht dauert bis zum Abschluss der neunjährigen Grundausbildung an. Die Grundbildung und die Mittelbildung sind kostenlos. Der estnische Staat finanziert nur eine bestimmte Anzahl von Studienplätze in den staatlichen Fachhochschulen und Universitäten. Weitere Studienplätze werden über Gebühren finanziert. Das Studium an den Universitäten kann nach dem Abschluss des höheren Sekundarbereich geschehen. Die Gymnasien sind die wesentliche Struktur des höheren Sekundarbereichs. Die Universität Tartu ist die älteste und die einzigeVolluniversität Estlands. Im Land gibt es über 40 Hoch- und-Fachhochschulen. Das Bildungssystem wird ständig verbessert, besonders die berufliche Bildung.
In Litauen begann die Reformierung der Bildung noch im 1988 und soll bis 2010 abgeschlossen sein. Der Unterricht wird in litauischer Sprache abgehalten. Ist der Anteil an Anderssprachigen hoch, kann die Bildung in der Muttersprache dieser Gruppe geführt werden. Die Bildung in den öffentlichen Schuleinrichtungen ist kostenfrei. Die allgemeine Schulpflicht beträgt zehn Jahre. Das Bildungssystem in Litauen ist in vier Stufen aufgebaut: Grundschule(4 Jahre), Sekundarstufe I(6 Jahre), Sekundarstufe II (2 Jahre) und Universitätsbildung. Die Allgemeinbildung wird von den Kommunen getragen. Die Universitätsbildung gleicht dem amerikanischen System.
In allen 3 Staaten sind Kindergärten wie man sie auch in Deutschland kennt üblich. Ausgestattet mit Spielzeug für drinnen und beispielsweise einem Spielturm für den Garten können die Kinder hier die ersten sozialen Kontakte schließen, spielen und toben sowie sich auf die Schulbildung vorbereiten. Letzendlich hängt der Wertegang der Menschen, sprich ob sie später in einer Mietswohnung oder einer Villa mit Gartenhaus leben von der Grundbildung ab.