Das Schulsystem in Litauen
Es gibt viele Parallelen, wenn man sich den Lernstoff der Schulklassen quer über den Globus anschaut. So wird beispielsweise in Geographie auswendig gelernt, welches Land welche Hauptstadt hat und dies dann abgefragt. „Tunesien, Hauptstadt Tunis. Deutschland, Hauptstadt Berlin,..“ hört man da zum Beispiel. Doch wie sieht das Schulsystem in Litauen eigentlich aus?
Für alle Kinder gemeinsam gilt die Vorschulbildung. Hier werden sie bis zu einem Alter von 6 Jahren gefördert, nämlich in Kinderkrippen oder den Kindergärten. Danach kommen sie in die Grundschule (1. bis 4. Klasse). Im Anschluss daran müssen sie sich entscheiden: Entweder besuchen sie die Basisschule (5. Klasse bis 10. Klasse) oder die Hauptschule, welche dann in eine weiterführende Bildung übergeht (bis zur 12. Klasse Gymnasium).
Zum Notensystem gibt es Folgendes zu sagen: Die Notenskala in Litauen beginnt bei 1 (unteres Ende) und reicht bis 10 (oberes Ende). Die Noten 1,2 und 3 stehen für „nicht bestanden“. Jede Note ab einer 4 heißt, dass man bestanden hat, entweder mit 40%, 50% und so weiter bis 100%. Damit man in den unteren Klassen (also der 5., 6., 7., und 8.Klasse) versetzt wird, muss man mindestens eine 4 als Endnote haben. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.
Nachdem man in Litauen seinen Schulabschluss gemacht hat, kann man sich entweder für eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium (an Universitäten sowie Kollegien) entscheiden. Im Bildungssystem des Landes ist auch eine spezielle Schulbildung vorgesehen. Darunter versteht man die Kunsterziehung sowie den Sport. Auch gibt es viele Möglichkeiten der Erwachsenenbildung. Menschen mit besondere Förderbedarf werden hier auch gut berücksichtigt, egal, ob sie eine Behinderung haben, aus anderen Ländern stammen oder hochbegabt sind.
Verantwortlich für den Bereich der Bildungspolitik in Litauen ist das Ministerium für Bildung und Wissenschaft. Hier werden Bildungsprogramme entworfen, Bildungsstandards festgesetzt und deren Umsetzung beobachtet und überprüft. Außerdem muss das Ministerium für die angemessenen Lernbedingungen an jeder Bildungseinrichtung sorgen, die Forschung unterstützen und die Ausbildung der Lehrkräfte kontrollieren, sodass diese gut qualifiziert sind.