Lettland im Kampf gegen Übergewicht
Jetzt wird es wieder wärmer: Die Röcke kürzer, die Tage länger. Hinaus an den See, Jogging durch die Wälder, Chillen am Teich vor dem Karibu Gartenhaus. Da gibt es nur ein Problem: das Übergewicht der Jugend. Unschöne Fettrollen anstatt jugendliche Schönheit.
Die Berichte der WHO sehen seit mehreren Jahren nicht gerade gut aus: Die europäischen Jugendlichen werden dicker und dicker. Ein unaufhaltsamer Trend? In Deutschland ist laut einer Studie jeder dritte Bürger zu dick. Auch in Lettland kämpft man mit diesen Entwicklungen. Das baltische Land ist uns Deutschen aber in der Prävention voraus. Wohl wissend um das schlechte Essverhalten seiner Sprösslinge rückt Lettland dem Übergewicht seit einiger Zeit auf die Pelle: Vorsorgen statt Nachsorgen – das ist die Devise.
So gibt es in den Kantinen Rigas kein ungesundes Essen mehr seit geraumer Zeit. Das heißt also: Verbot für Cola, Chips und Co. Da freut sich auch der Zahnarzt über gesündere Zähne bei den Kleinen. Und auch die Allergien werden durch künstliche Zusatzstoffe in ungesunden Essen immer schlimmer.
Leider gibt es in den deutschen Kantinen wie auch in den Universitäten immer noch Pizza, Lasagne und andere ungesunde Dickmacher. In den lettischen Schulen kommt das nicht auf den Speiseplan: Obstsäfte, Milch, frische Salate und Gemüse. Ein Vorbild für deutsche Schulen? Ja, definitiv – finden wir.
Natürlich findet Coca Cola das Verkaufsverbot an den lettischen Schulen gar nicht mal so witzig, denn Jugendliche sind schließlich die größte Zielgruppe des Brausenherstellers. Da Kinder aber noch nicht so gut selbst entscheiden können, was ihnen schadet und was ihnen gut tut, ist das Softdrinkverbot in Lettland durchaus gerechtfertigt – finden wir zumindest.
Nicht nur in Punkto Kantinenessen kann sich Deutschland aber eine Scheibe abschneiden. Weiterhin können in der Schule auch auf dem Schulhof die Kalorien schmelzen: Anstatt in den Schulpausen vor dem trendigen Gartenhaus Karibu zu liegen, sollten die Schüler lieber selbst aktiv werden und sich an der Gartenarbeit beteiligen.