Umwelt

Die drei baltischen Länder bemühen sich die Umweltsituation merklich zu verbessern und die Gesetzgebung an den westeuropäischen Standart heranzuführen.

In Lettland hat die Regierung eine Steuer zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen eingeführt und einen Plan für den Umweltschutz erarbeitet. Die Politik für die Umwelt wird von einem Ministerium für Umweltschutz und regionale Entwicklung durchgeführt. Da es im Land nicht so viele Betriebe der Schwerindustrie gibt, ist die Umweltsituation insgesamt gut. Besonders verschmutzt sind die größten Industriegebiete und die Verkehrsknotenpunkte. Die Regierung führt Maßnahmen zur Lösung der Problemen mit den steigenden Abfallmengen der Industrie und Haushalten, der Schädigung der Wasserökosysteme, der ungeregelten Urbanisierung und der Luftverschmutzung ein.

In Estland gibt es ein eigenständiges Umweltministerium. Das Umweltministerium formuliert die nationale Umweltstrategie, bereitet Gesetzgebungsprozesse vor, sammelt Informationen und übt die Kontrollfunktion aus. Wegen dem Rückgang der Industrie hat sich in der letzten Jahren die Lage der Umwelt verbessert. Trotzdem hat Estland aber ernsthafte Umweltprobleme, besonders mit der Verschmutzungen im Nordosten. Die Umweltbeeinträchtigungen durch die Emissionen der Ölabfertigungsanlagen und Großkraftwerke sind bekannt. Neben dem Öffentlichen Bereich wird auch im privaten Bereich gefördert. Beispielsweise wird die Anfschaffung von einem privaten Mülltonnenhaus unterstützt, um eine bessere Mülltrennung zu gewährleisten. Die Regierung strebt bezüglich der Finanzierung der kritischen Ostseegebiete hohere Investitionen an. In den nächsten Jahren wird der Staat immer mehr Geld in den Umweltschutz investierten. In einem Umweltfond werden Mittel aus Umweltabgaben der Industrie, Strafzahlungen und Erwerbung von Lizenzen gesammelt. Diese Geldmittel unterstützen die Umweltpolitik . Im Jahr 2007 gründete sich die grüne Partei, die im Parlament vertreten ist.

In der jungsten Vergangenheit litten große Gebiete des litauischen Landes unter landwirtschaftlich bedingter Umweltverschmutzung. Umweltschutz und Umweltpolitik sind in Litauen Probleme, auf die die Regierung nicht genug achtet. In Litauen gibt es viele Naturschutzgebiete, durch Zäune gesäumt, die über 14 Prozent der Fläche des gesamten Landes einnehmen. Der größte Teil der benötigten Elektrizität wird aus einem Atomkraftwerk gewonnen. Der Trend der letzten Jahre sind neue Projekte zur Gewinnung von alternativer Energie. Dafür erhält der Staat Fördermittel von dem Europäischen Union. Durch den Umweltinvestitionsfond werden Maßnahmen subventioniert, die gezielt eingesetzt werden um die Umweltverschmutzung dauerhaft zu verringern. Das Land beteiligt sich auch am Umweltschutz des Ostseeraumes.